Ein Plädoyer fürs #fühlen

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Oft verdrängen wir sie, weil wir z.B. den Schmerz nicht haben wollen. Da ist er aber trotzdem. Unter der Oberfläche. Und ab und zu kommt er dann zum Vorschein…

Als Kinder haben wir alles gefühlt, was uns gerade passiert ist: Wir haben uns überschwänglich gefreut, geweint, geschrien und laut gelacht…Und dann kam die Erziehung: Stell Dich nicht so an. Du brauchst nicht weinen, etc.

Alle Gefühle, die wir hatten aber nicht fühlen durften, werden im Körper als Energie gespeichert. Als Stressenergie, die wie z.B. bei einem Trauma über viele Jahre und Jahrzehnte bestehen bleiben kann. Bis wir sie endlich erlösen.

Wie geht das?

Wir müssen das tun, was wir so lange nicht wollten: Die Gefühle wieder zulassen. Nur so kann sich die Spannung im Körper entladen. Denn darunter ist es friedlich.

Wenn nötig, solltest Du Dir dafür Begleitung suchen, vor allem bei größeren Themen und wenn Du Dich im Moment nicht stabil fühlst. Wenn Du Dich stabil fühlst, kannst Du direkt anfangen wieder mehr zu fühlen, was gerade da ist.

Oft haben wir einen großen Widerstand gegen den Schmerz, die Angst, die Trauer, die Enttäuschung in uns. Aber das kleine traurige Kind in uns möchte im Arm gehalten werden. Wir halten uns so quasi selbst im Arm und geben uns (dem inneren Kind) die Zuwendung und Liebe, die es so dringend braucht um zu heilen.

Das kannst Du Dir auch so vorstellen: Das (innere) Kind im Arm halten oder es fragen, was es jetzt möchte und braucht. Wundere Dich nicht, wenn hier auch verschüttet geglaubte Kindheitswünsche auftauchen. 😉 Zum Beispiel: Ein bestimmtes Spielzeug, Plätzchen backen oder einen Ort aus der Kindheit besuchen, oder, oder, oder… Das bestätigt Dir ja nur die Existenz Deines inneren Kindes. 😉

Deine Gefühle wollen Dir nichts tun.

Sie kommen an die Oberfläche, weil sie sich lösen wollen.

Sie wollen Dich nicht ärgern und Dir das Leben schwer machen. Sie erinnern Dich nur daran: Hier ist noch was ungelöst, was gern gelöst werden möchte, damit es Dir wieder besser geht. Die Stressenergie kann sich lösen, wenn Gefühle liebevoll gefühlt und angenommen werden.

Deine Gefühle liebevoll umarmen

Je mehr wir gegen sie kämpfen, umso stärker werden sie. Es ist erstmal nicht angenehm, aber es ist nötig, um uns wirklich von alten Gefühlen zu befreien. Du wirst merken wie gut es sich anfühlt, Dein inneres Kind wieder zu sehen. Und häufig tauchen in diesem Prozess des Fühlens und des Annehmens auch neue Gedanken auf. Entweder etwas löst sich oder wir gewinnen neue Erkenntnisse. Uns wird etwas klar, was wir bis dahin nicht sehen konnten.

Hinter negativen Gefühlen wartet die Freiheit auf Dich.

Frei von alten Lasten kann ein neues Leben beginnen.

Einen schönen Rosenmontag,

Tanja.

 

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