Glückliche #Eltern = glückliche #Kinder

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Was soll das heißen?

Das heißt, wenn Eltern mit sich und ihrem Leben zufrieden sind, dann haben sie auch die nötige Ruhe und Kraft, um sich um ihre Kinder zu kümmern. Das beinhaltet sowohl liebevolle Aufmerksamkeit, sowie auch die nötigen Grenzen zu setzen. Und dann sind die Kinder natürlich auch glücklich.

Wenn man keine Kraft mehr hat, setzt man nämlich auch keine Grenzen mehr. Es ist dann nämlich viel zu anstrengend, diese durch zu setzen. Weil man ja keine Kraft mehr hat. Und dann beginnt die Abwärtsspirale.

Das heißt: Es ist wichtig, gut für Dich und Deine Bedürfnisse zu sorgen. Es gibt nichts Besseres, was Du für Dich und Dein Umfeld tun kannst.

Je mehr Widerstand sich jetzt bei Dir aufbaut, umso nötiger ist es vielleicht…

In unserer Gesellschaft ist leider das „Aufopferungsmodell“ noch sehr gegenwärtig. Schufte Dich zu Grunde für die Familie, die dann gar nichts mehr von Dir als Person hat. Oder opfere Dich zu Hause für die Familie auf, versorge die Kinder gut, pflege Angehörige. Und vergiss Dich bitte selbst. Ein guter Mensch opfert sich auf. Gelebter Altruismus, bei dem leider die Pflege und Sorge für den eigenen Körper und Geist total verloren gegangen ist.

Und wenn Du dann heraus willst aus der Spirale, dann unterstellt man Dir natürlich Egoismus. Der Feind eines jeden guten Meschen. 🙂

Und wie sollst Du Dich krank und ausgebrannt noch liebevoll um irgendwen kümmern? Richtig. Gar nicht. Und dann kommt meist eine lange Aufbauphase, in der Menschen in Reha und Therapie lernen, dass sie selbst auch wichtig sind.

Was soll das alles? Warum sagt man jedem Menschen nicht gleich von Anfang an, dass er wichtig und wertvoll ist?

Weil dann ehrlich gesagt auch unsere ganze Wirtschaft/Gesellschaft nicht mehr funktionieren würde, so wie sie aktuell noch funktioniert. Mensch rein, Mensch kaputt machen, Mensch wegwerfen, neuer Mensch rein. Sind ja genug da.

Das System wandelt sich langsam. Die Erkenntnis, dass das eigene Personal eine Ressource darstellt, die man auch hegen und pflegen muss, ist mancherorts schon sichtbar. Aber wir sind noch nicht so weit, unseren Kindern schon mit auf den Weg zu geben, dass sie eine Stimme haben dürfen, ja, haben sollen, dass sie gut für sich sorgen sollen, dass sie die Verantwortung für sich selbst haben.

Das funktioniert nämlich nur, wenn wir bereits selbst soweit sind. Sonst können wir es ihnen nicht vermitteln.

Also, was können wir tun? Gut für uns sorgen und zwar als oberste Priorität. So wie das Beispiel im Flugzeug mit den Sauerstoffmasken. Wenn ich meine nicht anlege, schaffe ich es nicht mehr, meinen 4 Kindern noch eine Maske zu verpassen. Und das wäre schrecklich.

Jetzt kommt die Ausrede: Keine Zeit. Kein Geld.

Es gibt immer Wege sobald wir unseren Blick verändern und damit unsere Prioritäten. Ist Geld wichtig oder Glück und Zufriedenheit? Meist ist es möglich sich etwas einzuschränken, um dann viel wertvolleren Freiraum für das eigene Leben zu haben.

Und wenn ich schon am Existenzminimum bin? In den Park gehen und Schwäne beobachten kostet nichts. Ich hab keinen Park? Meditieren geht überall.

Aber den Raum für Dich selbst durch zu setzen wird möglicherweise Widerstand in Deinem Umfeld erzeugen. Weil Du nicht mehr wie geplant funktionierst. Du bist nicht mehr so gut (aus) zu nutzen.

Und wenn ich alleinerziehend bin und niemand die Kinder nimmt? Alleinerziehende Eltern könnten sich gegenseitig Freiräume verschaffen. Kita und Schule lassen je nach Arbeitszeit der Eltern Freiraum zu. Unser Problem ist oft uns auch zu erlauben, den Freiraum jetzt nur für uns zu nutzen.

So, die Kinder sind weg. Jetzt putz ich die Wohnung… Erst mal aufräumen und waschen. Kenn ich gut 🙂

ODER

So, die Kinder sind weg. Jetzt hau ich mich vor den Fernseher. Endlich.

ODER

So, die Kinder sind weg. Jetzt geh ich spazieren. Den Kopf frei kriegen. (Nee, oder?)

ODER

So, die Kinder sind weg. Ich trinke in Ruhe einen Kaffee und lasse meine Gedanken zur Ruhe kommen.

 

Keine Entscheidung ist falsch. 🙂 Fernsehen ist auch manchmal echt toll und entspannend. Wichtig ist aber zu erkennen, dass wir die WAHL haben. Wir werden nicht gezwungen zu putzen. Wir zwingen uns selbst.

 

Nimm Dir Zeit für Dich,

Tanja.

 

 

 

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