Bewusst Sein- deine Gedanken

Schau Dich um, wo Du gerade bist. Was siehst Du?

Welche Geräusche kannst Du hören? Kannst Du einen Geruch wahrnehmen?

currens / Pixabay

Jetzt bist Du bei Dir. Auf Deine Sinne fokussiert. Im Augenblick bewusst. Konzentriert und wach. Das bist Du. Kannst Du es fühlen?

Wenn Du in Gefühle und Gedanken verstrickt bist, gestresst, wütend oder traurig, bist Du nicht präsent. Du wirst vom Stress oder von Gefühlen überrollt und identifizierst Dich mit Ihnen. Weil das jeder macht, weil Du denkst, dass Du Deine Gefühle bist. Weil Du denkst, das Du Deine Gedanken bist. Was denn auch sonst?

Aber… so ist es nicht. Gedanken entstehen, wenn das Gehirn Spannung abbauen muss, dann denkt es und denkt, nur… um den Stress los zu werden. Bis der Kopf richtig weh tut.

Aber ein Gedanke ist immer ein Produkt aus Deiner Vergangenheit. Das Gehirn kann keine neue Situation richtig bewerten, weil es sie noch nie erlebt hat. Es wird nur das alte Wissen, die eigenen Erfahrungen abgerufen. Wie bei einem Computer in einer Datenbank. Die aktuelle Situation gibt es nicht, das Ähnlichste wird dann quasi aus der Datenbank heraus gesucht, mit der Suchfunktion. Ah ja, so ähnlich, das passt schon…

Eine aktuelle Situation erinnert Dich an etwas aus der Vergangenheit. An eine Situation, die vielleicht schief gegangen ist. Dann kommt der Gedanke: Es geht schief. Und dann kommt meist ganz unbemerkt, weil es so schnell geht, schon das dazugehörige Gefühl hinterher. Zum Beispiel Angst. Angst, das es wieder schief geht. Normalerweise bemerken wir weder den Gedanken, noch können wir Gedanken und Gefühl voneinander trennen. Es fühlt sich an wie eins. Und als hätten wir überhaupt keinen Einfluss darauf. Es passiert einfach mit uns.

Dieser ganze Ablauf hat mit der Realität nichts zu tun. Jetzt wirst Du sagen: Doch, natürlich.

Nein.;-) Eine Situation ist jetzt aktuell da, und Du denkst, es wird wieder so wie damals. Aber es ist JETZT. Es ist eine neue Zeit. Eine neue Situation. Sie hat mit der alten Situation nichts zu tun. Nur Dein Gehirn verbindet diese beiden Situationen.

Und deshalb ist es wichtig, Gedanken als das zu entlarven, was sie sind. Einfach nur Gedanken. Sie sind nicht real. Sie sind ein Produkt Deiner Vergangenheit. Und es kommt Dir nur real vor. Weil sie ja nunmal aus Deinem Kopf kommen. Aber Du kannst üben, Dein Gehirn beim denken zu beobachten. Nicht zu werten, sondern nur zu schauen, was denkt es denn jetzt wieder gerade, mein Gehirn? Mal schauen…

Ahh. Ich denke an …Schokolade.;-) Und jetzt habe ich die Chance, wirklich bewusst eine Entscheidung zu treffen, die nicht einfach automatisch abläuft. Sondern ich kann überlegen, will ich die Schokolade jetzt wirklich, oder war es nur ein Gedanke, weil ich mich gerade gestresst fühle.

So, jetzt habe ich auch ein sehr schwieriges Thema zum Üben;-). Will ich die Schokolade wirklich? Ja, natürlich, immer…. (sagt der Kopf). Aber wenn ich genauer überlege, hab ich eigentlich eher Durst!!!  Verdammt!

Aber jetzt ist es blöd, sie trotzdem zu essen oder?

 

Viel Spaß beim beobachten Deiner Gedanken,

Tanja.

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