Leben in der Wirklichkeit

Auf einmal passiert es. Eine unschöne Nachricht. Ein Verlust. Eine plötzliche Erkrankung. Und wir schmecken wieder die Wirklichkeit, die Realität wie sie wirklich ist. Ganz real so zu sagen.

jarmoluk / Pixabay

Einen großen Teil unseres Lebens verbringen wir in einem unbewussten Zustand. Wir gehen arbeiten. Kümmern uns um die Familie. Gehen unseren Hobbys nach. Und so lange alles ganz gut läuft, leben wir meist in einer Blase der Unbewusstheit. Wir spüren uns nicht. Wir spüren unsere Gefühle nicht.

Bis etwas passiert, was uns wieder wach rüttelt. Und dann erwachen wir in die Realität hinein. Wir fühlen den Verlust, wir spüren Trauer etc. Und das tut weh.

So tragisch uns das dann auch vorkommt. Es ist eine neue Einladung, bewusster und achtsamer zu Leben. Mehr bei uns selbst. Im Einklang mit uns selbst.

Und warum sollen wir uns darauf einlassen? Ganz einfach. Weil wir gar keine andere Wahl haben. Die Wirklichkeit ist da. Und sie bleibt da, auch wenn wir sie verleugnen. Um im buddhistischen Sinne das Leiden zu beenden bleibt nur das Leben anzunehmen und dadurch Befreiung zu erleben.

Wie das geht? Die aufkommenden Gefühle annehmen, ja, sie sogar umarmen. Und das geht.

Ich lege mich hin, atme und lasse die Gefühle da sein. Ohne zu bewerten. Ohne gegen die Gefühle an zu kämpfen.

Und dann kann ich spüren, wie sich etwas in mir löst. Die Gefühle lösen sich auf. Sie wollen nur gesehen und angenommen werden. Je nach Intensität der Gefühle kann dies auch schon mal einige Zeit dauern.

Aber die Befreiung ist gleich zu spüren. Trotz dem Schmerz fühle ich mich geliebt. Im Arm gehalten. Versorgt. Von mir selbst. Ich halte mich selbst im Arm und versorge mich. Das ist, was Selbstliebe eigentlich bedeutet. Mich selbst liebevoll halten, egal, was passiert.

Ich wünsche Euch ganz viel Realität. Einfach achtsam weiteratmen. Und dann tut sich schon ein Weg auf.

Alles Liebe,

Tanja

 

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